Ein frisch verlegter Rollrasen braucht vor allem eines: ausreichend Wasser. In den ersten 10 bis 14 Tagen bildet er neue Wurzeln und verbindet sich mit dem vorbereiteten Untergrund. Trocknen die Rasensoden oder der Boden darunter in dieser Zeit aus, kann das Anwachsen gestört werden.
Wie oft der Rollrasen bewässert werden muss, hängt von Temperatur, Sonneneinstrahlung, Wind und Bodenbeschaffenheit ab. Feste Uhrzeiten und pauschale Laufzeiten für den Rasensprenger sind deshalb nur bedingt hilfreich. Entscheidend ist, dass die Rasensode und der darunterliegende Boden während der Anwachsphase gleichmäßig feucht bleiben – ohne dass Staunässe entsteht.
In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie frisch verlegten Rollrasen richtig bewässern, die Bodenfeuchtigkeit zuverlässig kontrollieren und nach dem Anwachsen auf einen normalen Bewässerungsrhythmus umstellen.
Das Wichtigste in Kürze: Kontrollieren Sie in den ersten zwei Wochen täglich an mehreren Stellen, ob sowohl die Unterseite des Rollrasens als auch der Boden darunter feucht sind. Bei normalem Sommerwetter sind etwa 10 bis 15 Liter Wasser pro Quadratmeter und Tag eine hilfreiche Orientierung. Bei Hitze, voller Sonne oder starkem Wind können zusätzliche Wassergaben notwendig sein.
Sport- und Spielrasen: robust, belastbar und vielseitig
Unser Sport- und Spielrasen ist für belastbare und vielseitig nutzbare Grünflächen ausgelegt. Er eignet sich besonders für Gärten, in denen gespielt, getobt und entspannt wird. Seine schnelle Keimung, die dichte Narbenbildung und die gute Regenerationsfähigkeit sorgen für eine gleichmäßige, robuste und langlebige Rasenfläche.
Die Mischung besteht aus bewährten Rasengräsern:
- ca. 60 % Deutsches Weidelgras (Lolium perenne):* keimt schnell und sorgt für eine hohe Belastbarkeit
- ca. 35 % Rotschwingel (Festuca rubra rubra):* bildet eine dichte, pflegeleichte Grasnarbe
- ca. 5 % Wiesenrispe (Poa pratensis):* unterstützt Widerstandsfähigkeit und Regeneration
Damit der neue Sport- und Spielrasen diese Eigenschaften vollständig entwickeln kann, ist die richtige Bewässerung unmittelbar nach der Verlegung besonders wichtig.
Rollrasen bewässern: die wichtigsten Werte auf einen Blick
| Situation | Kontrolle und Bewässerung | Wassermenge als Orientierung |
|---|---|---|
| Direkt nach der Verlegung | Rasenfläche gründlich anwässern, sodass auch der Boden darunter feucht ist | abhängig von Boden und Witterung |
| Tag 2 bis 14 bei etwa 20–25 °C | morgens und am späten Nachmittag kontrollieren; bei trockenem Wetter meist täglich wässern | etwa 10–15 l/m² pro Tag |
| Ab etwa 25–30 °C | morgens gründlich wässern und nachmittags erneut prüfen; bei Bedarf nachwässern | nach Feuchtigkeitskontrolle |
| Um oder über 30 °C, volle Sonne oder starker Wind | Bodenfeuchtigkeit mehrmals täglich prüfen; zwei bis drei Wassergaben können erforderlich sein | nach Feuchtigkeitskontrolle |
| Nach dem Anwachsen | seltener, dafür gründlich wässern | etwa 15–20 l/m² je Bewässerung, meist ein- bis zweimal pro Woche |
Die genannten Wassermengen sind Richtwerte. Ein sandiger Boden, eine südlich ausgerichtete Fläche oder starker Wind können den Wasserbedarf deutlich erhöhen. Schwere Böden speichern Wasser länger und müssen unter Umständen seltener bewässert werden.
Die ersten 10 bis 14 Tage: die entscheidende Anwachsphase
Direkt nach dem Verlegen wird der Rollrasen intensiv angewässert. Ab dem zweiten Tag beginnt die besonders wichtige Anwachsphase. In dieser Zeit wachsen neue Wurzeln aus den Rasensoden in den Unterboden. Der Rollrasen darf deshalb nicht austrocknen.
Kontrollieren Sie die Feuchtigkeit nicht nur an der Oberfläche. Das Gras kann sichtbar nass sein, während die Unterseite der Rasensode oder der Boden bereits trocken ist. Genau dort benötigen die jungen Wurzeln jedoch ausreichend Feuchtigkeit.
Der Boden sollte gleichmäßig und tief feucht sein. Dauerhaft matschige Flächen oder stehendes Wasser sind allerdings zu vermeiden, denn auch Staunässe kann die Wurzelentwicklung beeinträchtigen.
Normales Sommerwetter bei etwa 20 bis 25 °C
Prüfen Sie die Feuchtigkeit morgens und am späten Nachmittag. Bei trockenem Wetter muss frisch verlegter Rollrasen in der Regel täglich bewässert werden.
Als Orientierung können Sie mit einem täglichen Wasserbedarf von etwa 10 bis 15 Litern pro Quadratmeter rechnen. Die tatsächlich notwendige Wassermenge hängt von der Witterung, der Sonneneinstrahlung und der Speicherfähigkeit des Bodens ab.
Heißes Wetter ab etwa 25 bis 30 °C
Bei Hitze, starker Sonneneinstrahlung und Trockenheit verdunstet deutlich mehr Wasser. Wässern Sie den Rollrasen am besten morgens gründlich und prüfen Sie die Feuchtigkeit am Nachmittag erneut.
Beginnt die Rasensode oder der Boden darunter abzutrocknen, muss nachgewässert werden. Bei hoher Verdunstung kann es notwendig sein, den Rollrasen zweimal täglich zu bewässern.
Temperaturen um oder über 30 °C, volle Sonne und starker Wind
Extreme Hitze und Wind können frisch verlegten Rollrasen innerhalb kurzer Zeit austrocknen. Wässern Sie die Fläche morgens gründlich und kontrollieren Sie die Bodenfeuchtigkeit mittags oder am frühen Nachmittag erneut. Eine weitere Kontrolle am Abend stellt sicher, dass der Rasen ausreichend feucht in die Nacht geht.
Falls die Rasensoden oder der Boden bereits abzutrocknen beginnen, muss erneut gewässert werden. Unter extremen Bedingungen können zwei bis drei Wassergaben am Tag erforderlich sein. In dieser Phase ist es wichtiger, ein Austrocknen zu verhindern, als sich streng an feste Bewässerungszeiten zu halten.
Kühles oder bewölktes Wetter
Bei kühler und bewölkter Witterung verdunstet weniger Wasser. Prüfen Sie deshalb zuerst die Feuchtigkeit, bevor Sie den Rasensprenger einschalten. Ist der Boden noch ausreichend feucht, ist keine zusätzliche Bewässerung notwendig.
Reicht Regen für frisch verlegten Rollrasen aus?
Ein kurzer Regenschauer befeuchtet häufig nur die Oberfläche. Kontrollieren Sie nach dem Regen, ob das Wasser tatsächlich durch die Rasensode bis in den darunterliegenden Boden gelangt ist. Nur wenn der Boden ausreichend und tief feucht ist, kann die zusätzliche Bewässerung reduziert oder vorübergehend ausgesetzt werden.
So kontrollieren Sie die Feuchtigkeit richtig
Prüfen Sie den Rollrasen in den ersten zwei Wochen täglich an mehreren Stellen. Achten Sie besonders auf Ränder, Ecken, Böschungen und Flächen in voller Sonne, da diese Bereiche häufig schneller austrocknen.
Heben Sie dazu vorsichtig eine Ecke einer Rasensode an und kontrollieren Sie:
- Ist die Unterseite der Rasensode feucht?
- Ist auch der Boden darunter ausreichend feucht?
- Sind Ränder und Ecken genauso gut versorgt wie die übrige Fläche?
- Gibt es besonders trockene Stellen in voller Sonne oder in windoffenen Bereichen?
Ist nur das Gras an der Oberfläche nass, die Erde darunter aber trocken, wurde zu kurz oder mit zu wenig Wasser bewässert. Verlängern Sie in diesem Fall die Bewässerungsdauer und kontrollieren Sie anschließend erneut.
Ist der Rollrasen angewachsen? So machen Sie den Test
Nach etwa 10 bis 14 Tagen können Sie prüfen, ob der Rollrasen bereits Wurzeln im Unterboden gebildet hat. Ziehen Sie dazu an mehreren Stellen vorsichtig an der Grasnarbe.
Der Rollrasen lässt sich noch leicht anheben
Dann ist er noch nicht ausreichend angewachsen. Führen Sie die Bewässerung wie während der Anwachsphase fort und kontrollieren Sie die Feuchtigkeit weiterhin täglich.
Der Rollrasen sitzt fest am Boden
Dann haben sich die Wurzeln mit dem Untergrund verbunden. Die tägliche Bewässerung kann nun schrittweise reduziert und auf den normalen Rhythmus umgestellt werden.
Rollrasen nach dem Anwachsen richtig wässern
Nach dem Anwachsen sollte der Rasen nicht dauerhaft mit kleinen Wassermengen bewässert werden. Besser ist es, seltener und dafür gründlich zu wässern. So gelangt das Wasser tiefer in den Boden und fördert eine kräftige, tiefreichende Wurzelbildung.
Bei normalem Sommerwetter
In der Regel genügt es, den angewachsenen Rasen ein- bis zweimal pro Woche gründlich zu wässern. Als Richtwert gelten etwa 15 bis 20 Liter Wasser pro Quadratmeter und Bewässerung.
Bei großer Hitze und längerer Trockenheit
Während längerer Hitzeperioden kann eine zusätzliche Bewässerung notwendig werden. Kontrollieren Sie die Fläche regelmäßig und passen Sie die Häufigkeit an den tatsächlichen Zustand des Rasens an. Auch hier gilt: Eine ausreichende, tiefgründige Wassergabe ist besser als viele kleine, oberflächliche Wassergaben.
Bei Regen oder kühlem Wetter
Bei ausreichendem Regen muss nicht zusätzlich gewässert werden. Bei kühleren Temperaturen können die Abstände zwischen den Bewässerungen verlängert werden. Die beste Zeit zum Wässern eines angewachsenen Rasens ist der frühe Morgen, weil dann vergleichsweise wenig Wasser verdunstet.
Wassermenge beim Rasensprenger einfach messen
Wie lange ein Rasensprenger laufen muss, lässt sich nicht pauschal sagen. Wasserdruck, Düsen, Sprengerart und Flächeneinstellung unterscheiden sich von Garten zu Garten. Mit einem einfachen Test können Sie die ausgebrachte Wassermenge zuverlässig bestimmen:
- Stellen Sie mehrere gerade Gefäße oder Regenmessbecher an verschiedenen Stellen der Rasenfläche auf.
- Lassen Sie den Rasensprenger für eine festgelegte Zeit laufen.
- Messen Sie anschließend die Wasserhöhe in den Gefäßen.
- Prüfen Sie, ob alle Bereiche gleichmäßig beregnet wurden.
Dabei gilt:
- 10 mm Wasserhöhe entsprechen etwa 10 Litern pro Quadratmeter.
- 15 mm Wasserhöhe entsprechen etwa 15 Litern pro Quadratmeter.
- 20 mm Wasserhöhe entsprechen etwa 20 Litern pro Quadratmeter.
Notieren Sie die gemessene Laufzeit. So wissen Sie künftig, wie lange Ihr Rasensprenger ungefähr laufen muss, um die gewünschte Wassermenge auszubringen. Mehrere Messgefäße helfen außerdem dabei, ungleichmäßig bewässerte Stellen frühzeitig zu erkennen.
Häufige Fehler bei der Bewässerung von Rollrasen
Nur die Oberfläche befeuchten
Kurzes Wässern macht die Halme nass, erreicht aber häufig nicht den Boden unter der Rasensode. Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig unter dem Rollrasen.
Ränder und Ecken vergessen
Randbereiche trocknen schneller aus und werden von Rasensprengern nicht immer vollständig erreicht. Diese Stellen sollten gezielt geprüft und bei Bedarf von Hand nachgewässert werden.
Sich nur auf Regen verlassen
Leichter Regen reicht häufig nicht aus, um den Unterboden zu durchfeuchten. Eine Kontrolle nach dem Niederschlag schafft Sicherheit.
Nach dem Anwachsen weiterhin täglich kleine Mengen geben
Ist der Rollrasen fest verwurzelt, sollte auf selteneres und gründlicheres Wässern umgestellt werden. Das unterstützt eine tiefere Wurzelbildung und macht den Rasen langfristig widerstandsfähiger.
Staunässe entstehen lassen
Viel Wasser hilft nicht automatisch viel. Der Untergrund soll feucht, aber nicht dauerhaft matschig sein oder unter Wasser stehen.
Häufige Fragen zur Rollrasenpflege
Wie oft muss frisch verlegter Rollrasen bewässert werden?
In den ersten 10 bis 14 Tagen sollte die Feuchtigkeit täglich kontrolliert werden. Bei trockenem Sommerwetter ist meist eine tägliche Bewässerung erforderlich. Bei großer Hitze, voller Sonne oder starkem Wind können zwei bis drei Wassergaben pro Tag notwendig sein.
Wie viel Wasser braucht neuer Rollrasen?
Bei normalem Sommerwetter dienen etwa 10 bis 15 Liter Wasser pro Quadratmeter und Tag als Orientierung. Entscheidend ist, dass sowohl die Rasensode als auch der Boden darunter gleichmäßig feucht bleiben. Nach dem Anwachsen reichen meist ein bis zwei gründliche Bewässerungen pro Woche mit jeweils etwa 15 bis 20 Litern pro Quadratmeter.
Wann ist die beste Zeit zum Wässern?
Der frühe Morgen ist grundsätzlich die beste Zeit. Während der Anwachsphase muss die Feuchtigkeit jedoch zusätzlich kontrolliert werden. Bei extremer Hitze kann auch am Nachmittag oder Abend eine weitere Wassergabe erforderlich sein, damit der junge Rollrasen nicht austrocknet.
Wie lange darf frisch verlegter Rollrasen nicht austrocknen?
Mindestens während der ersten 10 bis 14 Tage müssen die Rasensoden und der Boden darunter gleichmäßig feucht bleiben. Lässt sich der Rasen danach noch leicht anheben, wird die Anwachsphase entsprechend verlängert.
Woran erkenne ich, dass der Rollrasen angewachsen ist?
Ziehen Sie nach etwa 10 bis 14 Tagen vorsichtig an mehreren Stellen an der Grasnarbe. Sitzt der Rasen fest und lässt sich nicht mehr leicht anheben, haben sich die Wurzeln mit dem Boden verbunden.
Wann darf frisch verlegter Rollrasen betreten werden?
Während der Anwachsphase sollte die Fläche möglichst wenig betreten und nicht stark belastet werden. Sobald der Rasen fest verwurzelt ist und sich nicht mehr anheben lässt, kann die Nutzung vorsichtig gesteigert werden.
Fazit: Feuchtigkeit kontrollieren statt starr nach Uhr zu wässern
Für einen dauerhaft dichten und belastbaren Rollrasen ist die richtige Bewässerung in den ersten zwei Wochen entscheidend. Kontrollieren Sie nicht nur die Grasoberfläche, sondern auch die Unterseite der Rasensode und den Boden darunter. Passen Sie die Wassermenge an Wetter, Boden und Lage der Fläche an und vermeiden Sie sowohl Austrocknung als auch Staunässe.
Ist der Rollrasen nach etwa 10 bis 14 Tagen fest angewachsen, kann die Bewässerung schrittweise auf einen selteneren, dafür gründlichen Rhythmus umgestellt werden. So entwickelt sich aus dem frisch verlegten Rollrasen eine robuste Grünfläche, an der Sie lange Freude haben.
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